Bitcoin Mining: Wie neue Coins entstehen und das Netzwerk gesichert wird
Viele denken, beim Mining geht es nur darum, reich zu werden und neue Coins zu finden. Doch das ist nur der Anreiz. Der eigentliche Zweck des Minings ist die Sicherheit der Blockchain. Ohne Miner gäbe es kein Bitcoin.
Proof of Work (Arbeitsnachweis)
Bitcoin löst ein uraltes Problem der Informatik: Wie einigen sich tausende Computer auf eine gemeinsame Wahrheit, ohne dass sie sich kennen oder vertrauen? Die Lösung ist Energie.
Miner sind spezialisierte Computer (ASICs), die den ganzen Tag nichts anderes tun, als eine Zahl zu erraten (Hashing). Das kostet extrem viel Strom. Warum? Damit es teuer ist, zu betrügen.
Wenn du die Blockchain umschreiben wolltest (um z.B. eine Zahlung rückgängig zu machen), müsstest du alle Miner der Welt überholen. Du bräuchtest mehr Energie als ganze Industrienationen. Das nennt man die "thermodynamische Mauer". Deine Bitcoin sind durch reine Physik gesichert.
Difficulty Adjustment (Schwierigkeitsanpassung)
Das Geniale an Bitcoin: Es passt sich an. Satoshi Nakamoto hat programmiert, dass im Durchschnitt alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden werden soll.
- Wenn mehr Miner dazukommen (und die Rechenleistung steigt), wird das Rätsel automatisch schwieriger.
- Wenn Miner abschalten (z.B. weil der Preis fällt), wird das Rätsel einfacher.
Diese Anpassung passiert alle 2'016 Blöcke (ca. alle 2 Wochen). Das garantiert, dass Bitcoin wie ein Uhrwerk weiterläuft, egal was in der Welt passiert.
Das Halving
Miner werden mit neuen Bitcoin belohnt (Block Subsidy). Zu Beginn waren es 50 BTC pro Block. Alle 210'000 Blöcke (ca. 4 Jahre) halbiert sich diese Belohnung. Heute sind es noch 3.125 BTC. Dies sorgt dafür, dass Bitcoin immer knapper wird (Deflation), im Gegensatz zu Fiat-Geld, das unendlich gedruckt wird.