Don't Trust, Verify: Warum du einen eigenen Node brauchst

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Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk ohne Chef und ohne Zentrale. Aber wer überprüft eigentlich, ob alle Regeln eingehalten werden? Wer stellt sicher, dass niemand mehr als 21 Millionen Bitcoin erschafft? Die Antwort: Die Full Nodes (Knotenpunkte).

Was macht ein Full Node?

Ein Full Node ist ein Computer, der die gesamte Geschichte von Bitcoin (die Blockchain) herunterlädt und speichert. Er kennt jede Transaktion, die seit dem 3. Januar 2009 getätigt wurde. Wenn du eine Transaktion empfängst, prüft dein Node selbstständig:

Warum sollte ich mir die Mühe machen?

Wenn du keinen eigenen Node hast, musst du dem Node von jemand anderem vertrauen (z.B. dem Server von Ledger, Trezor oder deiner Wallet-App). Das hat Nachteile:

1. Privatsphäre

Wenn du eine normale Wallet nutzt, fragt diese einen fremden Server: "Wie viel Geld liegt auf Adresse XY?". Der Betreiber dieses Servers weiss nun, dass diese Adresse zu dir (deiner IP-Adresse) gehört. Mit einem eigenen Node bleiben diese Daten bei dir zu Hause.

2. Souveränität

Nur mit einem eigenen Node nutzt du Bitcoin wirklich "Peer-to-Peer". Ohne Node bist du nur ein Nutzer einer Bank-ähnlichen Dienstleistung.

Der Gold-Standard: Eine Hardware Wallet (wie die BitBox02) verbunden mit dem eigenen Full Node ist das sicherste und privateste Setup, das es gibt.

Die Hardware: Was brauche ich?

Du brauchst keinen Supercomputer. Ein Mini-Computer reicht aus, da Bitcoin auf Effizienz ausgelegt ist.

Die Software: Plug & Play

Früher musste man Linux-Experte sein. Heute gibt es Betriebssysteme, die so einfach sind wie ein App Store:

Diese Systeme bieten oft noch mehr: Du kannst darauf auch deinen eigenen Lightning-Node, einen Nostr-Relay oder eine Cloud (Nextcloud) laufen lassen.