Warum wird alles teurer? Das Problem mit unserem Geld
Hast du das Gefühl, dass du immer härter arbeiten musst, nur um dir den gleichen Lebensstandard leisten zu können? Dass Häuserpreise explodieren und der Einkaufskorb jedes Jahr leichter wird? Das ist keine Einbildung. Das ist Mathematik.
Was ist Geld eigentlich?
Geld hat drei Funktionen: Tauschmittel, Recheneinheit und Wertspeicher. Unser heutiges Geld (Franken, Euro, Dollar) erfüllt die ersten beiden Punkte gut, versagt aber beim dritten komplett.
Seit 1971 ist unser Geld nicht mehr an Gold gebunden. Es ist "Fiat"-Geld (lateinisch für "es werde"). Zentralbanken können per Knopfdruck neues Geld erschaffen. Wenn die Geldmenge steigt, aber die Menge an Gütern (Häuser, Autos, Äpfel) gleich bleibt, muss der Preis der Güter steigen. Das nennen wir Inflation.
Der Cantillon-Effekt: Warum die Schere auseinander geht
Inflation trifft nicht alle gleich. Wenn die Nationalbank neues Geld druckt, wirft sie es nicht mit dem Helikopter über der Stadt ab. Sie gibt es Banken, Staaten und grossen Konzernen (durch günstige Kredite).
- Die Profiteure: Wer nah an der Geldquelle sitzt, bekommt das Geld zuerst. Sie können Häuser und Aktien kaufen, solange die Preise noch niedrig sind.
- Die Verlierer: Bis das neue Geld als Lohn bei dir ankommt (wenn überhaupt), sind die Preise im Supermarkt und für Mieten längst gestiegen. Du zahlst die Zeche.
Inflation ist eine versteckte Steuer, die Vermögen von unten nach oben umverteilt.
Vermögenspreis-Inflation
Offiziell haben wir "nur" 2-3% Inflation. Aber warum haben sich Immobilienpreise in 10 Jahren verdoppelt? Weil reiche Menschen wissen, dass Geld wertlos wird. Sie flüchten in "harte Assets" wie Immobilien oder Aktien. Das treibt die Preise hoch und macht Wohneigentum für normale Arbeitnehmer unerschwinglich.
Bitcoin: Der Ausweg
Bitcoin ist das erste Geld der Geschichte, dessen Menge mathematisch fixiert ist. Es wird nie mehr als 21 Millionen geben. Keine Krise, kein Krieg und keine Pandemie kann dazu führen, dass mehr Bitcoin gedruckt werden. Wer in Bitcoin spart, friert seine Kaufkraft ein – und da die Wirtschaft produktiver wird, steigt die Kaufkraft von Bitcoin langfristig sogar an.